Die EU plant, die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abzubauen. Das heißt: bald werden die Behörden Ihre Chats und andere privaten Daten problemlos lesen können.

Theoretisch will die EU auf diese Weise Terrorismus und Kinderpornografie bekämpfen. Die vorgeschlagenen Mittel sind aber höchst bedenklich.

Die genauen technischen Details der neuen Regeln werden noch erarbeitet, aber Datenschutzexperten schlagen bereits Alarm.

Laut einem geleakten Bericht soll u. a. das sogenannte clientseitige Scannen (client-side scanning) eingesetzt werden. Das heißt: mit einer speziellen Software werden alle Ihre Nachrichten noch vor dem Senden auf verbotene Inhalte geprüft. Das ist genau dieselbe Technologie, die im totalitären China verwendet wird.

Laut einem Bericht von ORF sollen Behörden auch eine Art Generalschlüssel erhalten, mit dem sie jede verschlüsselte Kommunikation mitlesen könnten. Und nein, es geht nicht um China oder Nordkorea, sondern um die EU.

Was bedeutet das jetzt für uns alle?

Sie haben höchstwahrscheinlich keine Pläne, Terroranschläge über WhatsApp zu planen, aber Sie dürfen sich immer noch unbehaglich fühlen.

Erstens: Ausspioniert zu werden ist schlichtweg unangenehm, selbst wenn Sie nichts zu verbergen haben und nur süße Katzenbilder an Ihre Freunde versenden.

Zweitens: Durch eine Schwächung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können auch ausländische Geheimdienste und Cyberkriminelle aller Art an Ihre Daten kommen.

Wenn Sie Ihre Privatsphäre vor Eingriffen schützen möchten, müssen Sie sich auf zusätzliche technische Mittel verlassen.

Wir empfehlen Ihnen, schnellstmöglich ein zuverlässiges VPN auszusuchen. Nur so können Sie Ihre IP-Adresse verschleiern und Ihren Internet-Traffic zusätzlich verschlüsseln. Sonst riskieren Sie, dass Ihre Online-Aktivitäten nicht mehr vertraulich werden können.

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